Die zwei- oder dreijährige Fachschule für Sozialpädagogik soll Sie dazu befähigen, Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsaufgaben im sozialpädagogischen Berufsfeld selbständig wahrzunehmen.

Fachschulabsolventinnen und -absolventen erwerben eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung.


Kosten/Förderung

Bei Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen ist eine Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) beziehungsweise nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) möglich.

Die Ausbildung kann auch als Umschulung mit Bildungsgutschein (über die Agentur für Arbeit) absolviert werden.


Zielgruppe

  • Interessentinnen und Interessenten mit mittlerem Schulabschluss und mit mindestens zweijähriger Berufsausbildung oder mehrjähriger Berufstätigkeit , die sich beruflich weiterbilden oder umorientieren wollen und/oder eine Fachhochschulreife oder eine Hochschulzugangsberechtigung anstreben
  • Interessentinnen und Interessenten mit Fachhochschulreife/Abitur nach einem viermonatigem einschlägigen Praktikum
  • Absolventinnen und Absolventen des Beruflichen Gymnasiums (BG), Fachrichtung „Pädagogik und Psychologie“, der Berufsoberschule (BOS) Gesundheit und Soziales sowie der Fachoberschule (FOS) Sozialpädagogik

Struktur & Ziele

Die Fachschule dauert zwei oder drei Jahre je nach Eingangsvoraussetzung.

In die dreijährige Ausbildung treten Absolventinnen und Absolventen mit Mittlerem Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Abiturientinnen /Abiturienten ein.

Bei Abschluss der Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistenz oder Erwerb der Allgemeinen oder die Fachgebundenen Hochschulreife an einer Berufsoberschule der Fachrichtung „Gesundheit und Soziales“, der Fachoberschule Sozialpädagogik oder dem Beruflichen Gymnasiums Pädagogik und Psychologie, verkürzt sich die Ausbildung auf zwei Jahre.

Die Ausbildung kann bei Vorliegen eines Arbeitsplatzes in einem sozialpädagogischen Berufsfeld oder bei einer Anerkennung als Tagespflegeperson berufsbegleitend absolviert werden.

Die praktische Ausbildung wird in geeigneten sozialpädagogischen Einrichtungen oder in einer Schule und in mindestens zwei unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsbereichen durchgeführt.


Aufnahmebedingungen

Zur Ausbildung wird zugelassen, wer das Folgende nachweisen kann:

  • Mittlerer Schulabschluss und mindestens zwei-jährige abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder im öffentlichen Dienst oder an einer Berufsfachschule oder
  • Mittlerer Schulabschluss und dreijährige Tätigkeit in einem für die Ausbildung förderlichen Bereich oder
  • Fachhochschulreife (FHR) oder Allgemeine Hochschulreife (HR) und ein viermonatiges Praktikum oder eine entsprechende Vollzeittätigkeit in einem sozialpädagogischen Bereich.
  • In begründeten Fällen kann von der zuständigen Behörde auch zugelassen werden, wer den mittleren Schulabschluss hat und vier Jahre berufstätig war.

Zudem kann zur Ausbildung zugelassen werden,

  • wer den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (Hauptschulabschluss) erworben hat, über ein Berufsabschlusszeugnis in einem anerkannten Ausbildungsberuf im sozialpädagogischen Bereich verfügt und eine mindestens fünfjährige Berufstätigkeit in einem für die Ausbildung förderlichen Bereich nachweisen kann.
  • Wer nachweisen kann, dass sie oder er durch persönliche Härten am Erreichen des mittleren Schulabschlusses gehindert wurde und in eine schriftlichen Prüfung nachweisen kann, dass sie oder er die dem mittleren Schulabschluss entsprechenden Kompetenzen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch hat.

Abschluss

Mit dem Erwerb des Abschlusszeugnisses wird die Berechtigung verliehen, die Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte Erzieherin“ oder „Staatlich anerkannter Erzieher“ zu führen. Zusätzlich kann die Fachhochschulreife erworben werden.


Anmeldung

Anmeldungen erfolgen bis zum 31. März des jeweiligen Jahres. In einigen Schulen werden Klassen bereits zum 1. Februar eingerichtet.

Die zentrale Anmeldeschule für die staatlichen Schulen ist die Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik – Fröbelseminar (BS 30)

Ausbildungsbeginn ist jeweils der erste Schultag nach den Sommerferien oder der 1. Februar.