Die Hamburger Bürgerschaft stimmte am 9. Februar 2011 der Senatsdrucksache 19/8472 zur Reform der beruflichen Bildung zu. Diese seit 2011/12 gestarteten umfassenden Reformmaßnahmen sind inzwischen umgesetzt und seit 2012 durch die Schaffung der Jugendberufsagentur Hamburg systematisch ergänzt worden. Im ESF-Projekt „Dual & Inklusiv: Berufliche Bildung in Hamburg“ werden seit 2014 zudem inklusive Bildungsangebote am Übergang Schule – Beruf erprobt und entwickelt. Ziel ist es, die Integration aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt deutlich zu verbessern.


Die Reformmaßnahmen beinhalten

  • eine systematische Berufs- und Studienorientierung ab Klasse 8 in allgemeinbildenden Schulen,
  • die verlässliche Begleitung der Schulabgängerinnen und -abgänger nach Klasse 10,
  • die Schaffung dualisierter Angebote am Übergang Schule –Beruf um schulpflichtigen Jugendlichen bessere Übergangschancen in eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen,
  • den Abbau von „Warteschleifen“ für Jugendliche,
  • schulpflichtigen, beruflich orientierten Jugendliche ohne Ausbildungsplatz das neue Hamburger Ausbildungsmodell mit Berufsqualifizierung anzubieten,
  • den Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung während der Ausbildung zu ermöglichen;
  • Klassenwiederholungen und Abbrecherquoten an beruflichen Gymnasien, Fachoberschulen, vollqualifizierenden Berufsfachschulen sowie Fachschulen zu vermeiden,
  • die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu erhöhen,
  • nachhaltige bildungsökonomische Effekte für die Einzelnen sowie für die sozialen und wirtschaftlichen Systeme zu bewirken.

Im Rahmen der Initiative „Abschluss und Anschluss – Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss“ (Initiative Bildungsketten)  verzahnen Bundesbildungsministerium, Bundesarbeitsministerium, die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) und die Bundesagentur für Arbeit ihre Förderinstrumente und Unterstützungsangebote für Jugendliche beim Übergang in die Ausbildung bis zum Ausbildungsabschluss.