Zum Hamburger Institut für Berufliche Bildung gehören 35 staatliche berufsbildende Schulen mit Bildungsangeboten von der Ausbildungsvorbereitung über die Berufsausbildung, Angebote zum Erwerb höherer Schulabschlüsse bis hin zur beruflichen Weiterbildung. An den Schulen lernen uns arbeiten rund 51.000 Schülerinnen und Schüler sowie rund 3.220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 20 berufliche Ersatzschulen in freier Trägerschaft ergänzen das Angebot unter HIBB-Aufsicht.

Das Angebot der berufsbildenden Schulen ist

  • vielseitig, weil es mehr als 240 Berufe im dualen System erfasst,
  • Chancen eröffnend, weil dualisierte Angebote am Übergang Schule – Beruf den Zugang in eine Ausbildung verbessern, und
  • höher qualifizierend, u.a. weil dort vor, nach oder während der Berufsausbildung höhere Bildungsabschlüsse erzielt werden können.

Die staatlichen Schulen verantworten ihre Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung, wobei Staat und Wirtschaft in den Schulvorständen gleichberechtigt vertreten sind.


Bildungsauftrag

Der Bildungsauftrag der berufsbildenden Schulen richtet sich auf die Vermittlung von Kompetenzen, die den jungen Menschen eine ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechende Erwerbsarbeit ermöglicht. Die berufsbildenden Schulen haben als Teil der Sekundarstufe II eigene Bildungsaufträge. Die berufliche Bildung vermittelt allgemeine, fachliche, personale und soziale Kompetenzen. In Hamburg bilden die berufsbildenden Schulen für rund 248 Berufe aus. Dafür bieten sie in mehreren hundert Fächern und Lernfeldern differenzierten Unterricht und Maßnahmen. Sie berücksichtigen die unterschiedlichen Ausgangslagen der Schülerinnen und Schüler sowie die Konjunktur- und Marktabhängigkeit der meisten beruflichen Bildungsgänge. Die Berufsausbildung ist so zu gestalten, dass soziale Ausgrenzung vermieden wird und die Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung möglichst reibungslos gelingt.


Berufliche Bildungswege

Die Schulen bieten berufliche Bildung in Teilzeit- und in Vollzeitform an. Überwiegend wird berufliche Bildung im dualen System, also an den Lernorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule in Kooperation mit Betrieben und außerbetrieblichen Trägern realisiert. Vollqualifizierende Berufsfachschulen und Schulen des Gesundheitswesens, Höhere Handelsschulen, Höhere Technikschulen für Informations-, Metall- und Elektrotechnik, die Berufsqualifizierung im Hamburger Ausbildungsmodell, Berufsvorbereitungsschulen mit der dualisierten Ausbildungsvorbereitung, Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Berufliche Gymnasien sowie für berufliche Weiterbildung die Fachschulen vervollständigen das Angebot der Schulen.

Hamburg unterscheidet im Bereich des berufsbildenden Schulsystems traditionell zwischen

„G“-Schulen für gewerblich-technische Bildungsangebote,
„H“-Schulen für Handel, Wirtschaft und Verwaltung und
„W“-Schulen für Ernährung, Hauswirtschaft, Sozialpädagogik oder Gesundheit und Körperpflege, die fortlaufend durchnummeriert sind sowie den beiden
„FSP“-Schulen (Fachschulen für Sozialpädagogik).

Das Kürzel „BS“ wird in den nächsten Jahren einheitlich für alle berufsbildenden Schulen eingeführt; die Kürzel G, H, W und FSP werden dann entfallen.