Während fast 30 Prozent der Studierenden die Hochschulen vor dem Bachelor-Abschluss verlassen, suchen Unternehmen Fachkräftenachwuchs. Hamburg hat das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,5 Millionen Euro finanzierte „Leuchtturmprojekt zur vernetzten Beratung, Vermittlung und Begleitung von Studienaussteiger/innen in Berufsbildung in Hamburg“ gestartet, um Studienaussteiger/innen über Berufsbildung zu beraten und in passende Ausbildung zu vermitteln. Dafür baut das Projektteam des Hamburger Instituts für Berufliche Bildung (HIBB) 2016 bis 2018 ein Hamburger Netzwerk mit seinen Partnern, den staatlichen Hochschulen und Unternehmen auf, um Studienaussteigerinnen und -aussteigern eine Berufsausbildung als attraktive Karrierealternative anzubieten. Das Projekt wurde entwickelt im Aktionsbündnis für Bildung und Beschäftigung/Hamburger Fachkräftenetzwerk des Hamburger Senats.

Zielgruppe

Laut dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) verlassen 28 von 100 Studierenden die Universitäten und Fachhochschulen vor dem Bachelor-Abschluss. Sie sind für Unternehmen, die Fachkräftenachwuchs für eine qualifizierende Ausbildung suchen, eine attraktive Zielgruppe.

Ziele des Projekts

  • ein Netzwerk aller Beratungseinrichtungen für Studienaussteiger/innen
  • vernetzte und optimierte Beratung, Vermittlung, Begleitung in Berufsbildung
  • Erfolgreiche Ansprache und passgenaue Vermittlung von Studienaussteiger/innen
  • Langfristige Weiterführung nach Ablauf des Projekts am 31.12.2018

Nächste Schritte

Neben dem Aufbau des Beratungs-, Vermittlungs- und Unternehmensnetzwerks startet ab 2017 eine Öffentlichkeitskampagne, die über das Angebot der Beratung und über Berufsbildung als attraktive Alternative zum aufgegebenen Studium informiert. Ziel ist ein Imagewandel: Studienausstieg kann eine aktive Entscheidung und Karrierechance sein!