Im Zeitalter der Globalisierung wird der internationale Erfahrungsaustausch immer wichtiger, das gilt auch für die berufliche Bildung.

Vor dem Hintergrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit und des Bedarfs an beruflich qualifizierten Fachkräften in vielen Ländern  Europas, aber auch weltweit, gibt es international großes Interesse an der dualen Ausbildung nach deutschem Vorbild. Die Verbesserung der Qualifizierung in der beruflichen Bildung ist in den EU- Mitgliedsstaaten zu einer der wichtigsten Förderaufgaben geworden, um Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftswachstum zu stärken. Hierzu bietet die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild sehr gute Lösungsansätze.

Das HIBB verfügt über eine ausgezeichnete Expertise im Bereich Mobilitäten und Implementierung von Elementen der dualen Berufsausbildung im Ausland.


Internationale Beratungsaktivitäten

Besuchs-/Informationsprogramme für interessierte Bildungs- und Arbeitsministerien oder zuständige Institutionen anderer Länder

Das HIBB bietet an der dualen Ausbildung interessierten Bildungs- und Arbeitsministerien oder zuständigen Institutionen anderer Länder Besuchs- und Informationsprogramme an. Damit erhalten sie einen Einblick z.B. in die Zusammenarbeit zwischen Lernort Schule und Unternehmen/Betrieb (Lernortkooperation). Außerdem werden die Interessenten bedarfsgerecht über Schulstrukturen, Bildungspläne, Ausbildungsinhalte und Konzepte (z.B. Lernfeldunterricht) usw. informiert. Hinsichtlich der Abschlussprüfungen im Rahmen der dualen Ausbildung besteht eine enge Kooperation mit der Handelskammer Hamburg und der Handwerkskammer Hamburg.

Beratungsangebote bezüglich Transfer / Implementierung dualer Strukturen für andere Länder

Das HIBB hat die Möglichkeit, mit interessierten Ländern eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel der Implementierung dualer Strukturen zu schließen, wenn entsprechende Rahmenbedingungen (z.B. gesetzliche Grundlage) geschaffen wurden. Die Experten des HIBB können im Rahmen von Kurzzeiteinsätzen im betreffenden Land Potentialeinschätzungen vornehmen, Konzepte entwickeln und beraten. Dazu gehören auch Managementausbildung und Ausbildung von Lehrkräften nach dem Prinzip „train the trainer“ sowie die Bereitstellung von Instrumenten zur Evaluierung und Standardsicherung. Darüber hinaus unterstützen die Experten bei der Entwicklung von PR Maßnahmen.
Für die Realisierung benötigt das HIBB Konsortialpartner, die das formelle Bewerbungsverfahren, Back Office mit Organisation und Berichtswesen, übernehmen. Voraussetzung für die Beteiligung des HIBB bei derartigen Kooperationsprojekten ist die gesicherte Finanzierung z.B. durch giz, EU oder die betreffende Landesregierung (durch das für die berufliche Bildung zuständige Ministerium).


Transnationale Mobilität

Interessierte Jugendliche können Teile der beruflichen Ausbildung im Ausland absolvieren. Diese Chance nutzen immer mehr Auszubildende, um interkulturelle Kompetenz zu erlangen. Die Förderungsmöglichkeiten von Auslandpraktika und Auslandsaufenthalten zum Zweck der Ausbildung sind ausgesprochen vielfältig.

Das HIBB unterstützt und berät interessierte Auszubildende, Schülerinnen und Schüler, Betriebe sowie Bildungspersonal.

Vor dem Hintergrund des bereits bestehenden und zu erwartenden Fachkräftemangels hat das HIBB gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Hamburg die Möglichkeit von Mobilitäten auch für Drittstaaten (alle Nicht-EU-Staaten) geschaffen. Interessierte Jugendliche aus Drittstaaten haben dafür definierte Voraussetzungen zu erfüllen.

Projekt ROI MOB

Das HIBB ist Partner im europäischen Projekt „Measuring Return on Investment from EU VET Mobility (ROI MOB)“. Einen Einblick in des Projekt liefert das nachfolgende Video:

Ein Film von Jan-Julian Eiben – EibenMedia


Ostsee-Strategie

Die im Jahr 2009 beschlossene EU-Ostseestrategie der EU-Kommission („EU Strategy for the Baltic Sea Region (EUSBSR)“) ist für Hamburg eine wichtige Grundlage für Kooperationen im Ostseeraum. Die EU-Ostseestrategie dient dazu, die Zusammenarbeit innerhalb des Ostseeraums zu stärken. Ziel dieser makro-regionalen Strategie ist es, die Zusammenarbeit von nationalstaatlichen, regionalen und lokalen Kräften zu optimieren und vorhandene Strukturen, Instrumente sowie Finanzierungsprogramme und –mittel besser zu nutzen. Im Februar 2013 hat die Europäische Kommission den aktuellen Aktionsplan mit den drei Hauptzielen der EU-Ostseestrategie vorgestellt. Dies sind:

• Schutz der Ostsee
• Anbindung der Region
• Steigerung des Wohlstandes

Die Umsetzung der Strategie erfolgt dezentral durch verschiedene Akteure im Ostseeraum. Hamburg ist daran aktiv beteiligt und hat die Koordination im Bereich „Bildung, Forschung und Beschäftigungsfähigkeit“ zusammen mit der „Norden Vereinigung“ in Stockholm übernommen. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg hat der Senatskanzlei und dem HIBB die Federführung für den Bereich übertragen.


Globale Lernpartnerschaften

Im Rahmen der Länderinitiative des BMZ engagiert sich das Hamburger Institut für Berufliche Bildung für Bildung (HIBB) für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen (GL) in der Beruflichen Bildung. Dabei beteiligen sich derzeit fünf Hamburger Berufsschulen an sogenannten Umsetzungsprojekten, in dem sie Schulpartnerschaften zu Ländern des afrikanischen Kontinents aufbauen und pflegen. Ziel ist die Integration von BNE und GL in die Lernfelder an den beteiligten Schulen.
Für die Koordinierungsarbeit zwischen den Institutionen und den beteiligten Schulen hat das HIBB einen Projektkoordinator eingesetzt. Die Aufgabe umfasst folgende Tätigkeiten:

  • Unterstützung und Begleitung der am Umsetzungsprojekt beteiligten Schulen bei Aufbau und Pflege von globalen Lernpartnerschaften mit Partnern in Afrika
  • Pflege der Kontakte zu den staatlichen Institutionen und Schulen im Partnerland
  • Unterstützung und Begleitung der am Umsetzungsprojekt beteiligten Schulen bei der Integration von BNE und GL in die Lernfelder der Fachabteilungen
  • Darstellung der laufenden Arbeit und deren Ergebnisse in der Öffentlichkeit
  • Beantragung finanzieller Mittel zur Durchführung von Schulpartnerschaftsaktivitäten
  • Organisatorische Vorbereitung von Begegnungen in Hamburg und in den Partnerländern
  • Berichtswesen über die geleistete Arbeit an den Schulen
  • Netzwerkarbeit mit NGOs und staatlichen Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit