Anmeldezahl zur Erzieherausbildung bricht alle Rekorde

Anmeldezahl zur Erzieherausbildung bricht alle Rekorde

Weiterentwicklung der Aus- und Weiterbildung erfolgreich
An den Hamburger staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik haben sich im laufenden Jahr 1.159 Personen für eine Weiterbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher angemeldet. Damit wurde die höchste jemals erreichte Anmeldezahl registriert. Im Vergleich zum Schuljahr 2009/10 – damals lagen 613 Anträge vor – hat sich die Zahl der Anmeldungen nahezu verdoppelt. Senator Ties Rabe: „Wir haben die Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz und die Weiterbildung zu Erzieherin bzw. Erzieher verbessert. Der Erfolg stellt sich ein. In den nächsten Jahren werden Rekordzahlen von Erziehern die beruflichen Schulen verlassen. Waren es 2009 noch 461, so rechnen wir in diesem Jahr mit 621, 2014 mit 707 und 2015 mit 1073 Erzieherinnen und Erziehern. Im langfristigen Mittel soll die Zahl der jährlich ausgebildeten Erzieherinnen und Erzieher von bislang 550 auf durchschnittlich 850 gesteigert werden. Mit dieser Strategie flankieren wir den erheblichen Ausbau der Betreuungsangebote an Kindertagesstätten und Schulen.“

Der Senat baut die Betreuungsangebote für Kinder an Schulen und in Kindertagesstätten erheblich aus. So wurden seit 2011 an 22 Stadtteilschulen und über 140 Grundschulen neue Ganztagsangebote neu eröffnet. In den Kindertagesstätten wurde die Betreuung unter anderem durch das Krippenausbauprogramm und die Ausweitung des Rechtsanspruchs für Zweijährige (2012) und Einjährige (2013) verbessert und erweitert. Diese Maßnahmen führen dazu, dass in Hamburg erheblich mehr Erziehungskräfte und sozialpädagogische Assistenzen benötigt werden. Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) hat deshalb in den letzten Jahren mehrere Schritte unternommen, um diesen vorhersehbaren Bedarf zu decken. Diese Schritte zahlen sich jetzt aus.

Voraussetzung für den dreijährigen Bildungsgang zum Erzieher ist eine zweijährige Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz oder eine Ausbildung in einem anderen Beruf. Die außergewöhnliche Ausbildungsdauer von insgesamt fünf Jahren hat bislang viele junge Menschen abgeschreckt. Künftig können sozialpädagogische Assistenzen mit einem guten Abschluss die Weiterbildung zum Erzieher um ein Jahr verkürzen. Der Weg zum Beruf des Erziehers kann damit bei guten Leistungen von bislang fünf auf künftig vier Jahre verkürzt werden. Die Bildungspläne wurden entsprechend so angepasst, dass die hohe Qualität der Ausbildung gesichert bleibt.

Gleichzeitig wurde die zweijährige Berufsausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin bzw. zum Sozialpädagogischen Assistenten (SPA) attraktiver gemacht. Der Ausbildungsgang wurde um 480 Unterrichtsstunden erweitert und beinhaltet jetzt 960 Stunden Ausbildung in der Praxis. Diese Veränderung ermöglicht es den Schülerinnen und Schüler, gleichzeitig mit der SPA-Ausbildung auch die Fachhochschulreife erwerben. Wer sich zur Erzieherin und zum Erzieher weiterbilden lassen will, kann zudem bei vorliegender Eignung bereits während der Weiterbildung eine Teilzeitanstellung in einer Kindertageseinrichtung erhalten. Das sichert den Interessierten einerseits ein Grundeinkommen auch während der Weiterbildung, andererseits gewährleistet es eine steigende Zahl von Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe.

Die gemeinsame Initiative hat zu einem massiven Anstieg des Interesses an der berufsbegleitenden Weiterbildung geführt.

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