Ausbildungsreport informiert über Entwicklung im Jahr 2016

Gute Chancen für unsere Schulabgänger

Wie sich der Ausbildungsmarkt im vergangenen Jahr entwickelt hat, analysiert der jetzt erschienene Hamburger Ausbildungsreport. Er zeigt: Der Ausbildungsmarkt bietet Schulabgängerinnen und Schulabgängern gute Chancen und ist besonders auch für Abiturientinnen und Abiturienten attraktiv. 2016 hatten rund 40 Prozent der Anfängerinnen und Anfänger in dualer Ausbildung das Abitur oder die Fachhochschulreife. Rund 25 Prozent stiegen mit Erstem Schulabschluss (ESA), etwa 30 Prozent mit Mittlerem Schulabschluss (MSA) in ihre duale Ausbildung ein. Insgesamt verzeichneten die berufsbildenden Schulen 2016 in Hamburg 16.775 Ausbildungsanfängerinnen und –anfänger, inklusive der 1.128 Anfängerinnen und Anfänger in der Erzieherausbildung. Zu den beliebtesten Berufen zählten auf den ersten drei Plätzen die kaufmännischen Berufe im Büromanagement, im Einzel- sowie im Groß- und Außenhandel. Im Handwerk war Kraftfahrzeugmechatroniker/-in der am häufigsten gewählte Beruf.

Der Schwerpunkt der Ausbildungsverhältnisse passt zum Arbeitsmarkt der Hansestadt: Rund 41 Prozent der Auszubildenden sind in kaufmännischen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen tätig. Der aktuelle Ausbildungsreport belegt zudem, wie attraktiv eine Ausbildung in Hamburg auch für Schülerinnen und Schüler aus den benachbarten Bundesländern ist. So kamen immerhin 18 Prozent der Anfängerinnen und Anfänger in der dualen Ausbildung an staatlichen Schulen in Hamburg aus Schleswig-Holstein und 14 Prozent aus Niedersachsen, rund 11 Prozent stammten aus dem übrigen Bundesgebiet. Den Hauptanteil der Auszubildenden in Hamburg stellte die Hansestadt mit 57 Prozent. Zu den 16.775 Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern an den berufsbildenden Schulen –davon 13.904 am Lernort Berufsschule in der dualen Ausbildung, 1.542 an den vollqualifizierenden Berufsfachschulen, 201 in Berufsqualifizierung im Hamburger Ausbildungsmodell und 1.128 in der Erzieherausbildung – kamen noch 1.734 Auszubildende im Gesundheitswesen sowie 861 Nachwuchskräfte in Beamtenausbildungen im öffentlichen Dienst.

Mehr Auszubildende im öffentlichen Dienst und im sozialpädagogischen Bereich

Um auch in Zukunft bei Polizei und Feuerwehr, in Justiz und Verwaltung ausreichend Fachkräfte einsetzen zu können, bildeten Behörden, Ämter und Landesbetriebe deutlich mehr aus, am häufigsten im Beruf Polizeimeisterin/Polizeimeister. Im Vergleich zu vor fünf Jahren stieg die Zahl der Ausbildungsstellen im öffentlichen Dienst 2016 um 68 Prozent. Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung: „Die Öffentliche Hand engagiert sich sichtbar im Bereich der Ausbildung, um ihren Fachkräftebedarf zu decken.“

Auch in sozialpädagogischen Berufen wurde auf den gestiegenen Personalbedarf reagiert, besonders in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe: „Die Ausbildung wurde verstärkt. Die sozialpädagogischen Fachschulen stellen nachfrageorientiert unbegrenzt Ausbildungsplätze zur Verfügung.“ Insgesamt bilden die vier staatlichen und zwei staatlich anerkannten Fachschulen für Sozialpädagogik 3.087 angehende Erzieherinnen und Erzieher aus. Besonders beliebt war die berufsbegleitende Weiterbildung, die Nachfrage stieg seit 2008/09 um mehr als das Achtfache von 94 auf 820 Plätze.

Zum Ausbildungsreport

Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) erstellt den Ausbildungsreport im Auftrag der Bürgerschaft. Darin informiert das HIBB über Zahlen, Entwicklungen sowie die Gesamtsituation des Ausbildungsmarktes im vergangenen Jahr und greift Themen aus der Berufsbildung in der Hansestadt auf.

Rückfragen der Medien

Hamburger Institut für Berufliche Bildung
Christine Gottlob
Telefon: (040) 428 63-2314
E-Mail: christine.gottlob@hibb.hamburg.de

Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
Peter Albrecht, Pressesprecher
Telefon (040) 428 63-2003
E-Mail: peter.albrecht@bsb.hamburg.de
www.hamburg.de/bsb

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Ausbildungsreport 2017

Pressemitteilung