Schulisches Qualitätsmanagement

  1. Rahmen des QM an berufsbildenden Schulen in Hamburg

    Die Hamburger Bürgerschaft hat 2006 mit der Drucksache 18/3780 „Schulreform in Hamburg“ die Rahmenbedingungen für die selbstverantwortete Schule beschlossen. Die beschriebene Leitidee zielt auf die Verbesserung der Qualität von schulischer Arbeit durch größtmögliche Selbstverantwortung der Schulen. Um den Schule bei der individuellen Entwicklung eine Hilfestellung zu geben, wurde der Orientierungsrahmen Schulqualität von der Behörde für Schule und Berufsbildung erarbeitet. Dieser beschreibt, was in Hamburg gute Schule charakterisieren soll und welche Kriterien bei der Bewertung herangezogen werden.

    Das HIBB hat diese normativen Vorgaben durch eine zeitliche Strukturierung im Rahmenkonzept für Berufliche Schulen in Hamburg – Qualitätssicherung und -entwicklung (2007) konkretisiert.

  2. Steuerung zur Stärkung der selbstverantworteten Schule

    Die Evaluation des Rahmenkonzepts von 2007 „Qualitätssicherung und -entwicklung – Rahmenkonzept für Berufliche Schulen in Hamburg“ diente als Anlass zur Weiterentwicklung eines ganzheitlichen Qualitätsmanagementansatzes. Die Ergebnisse dieser Arbeit waren die Broschüren „Steuerung zur Stärkung der schulischen Selbstverantwortung“.- Die Broschüre 1 beschreibt den Hintergrund und die Konzeptidee zum ganzheitlichen QM-Ansatz.

    – Die Broschüre 2 beinhaltet die Steuerungs- und Beratungsinstrumente für das Steuerungskonzept sowie Umsetzungshilfen für die Einführungsphase.

    – In der Broschüre 3 werden Kriterien schulischer Qualitätsentwicklung anhand von Leitfragen für den Entwicklungsprozess an den Schulen erklärt.

    – In der Broschüre 4 wird die Evaluation der schulischen Qualitätsentwicklung im Kontext der Be-wertungsskala und der QM-Bausteine konkretisiert.

    – Die Mustervorlage eines QM-Handbuchs für Hamburger berufsbildende Schulen ist Inhalt der Broschüre 5.

    Detaillierte Informationen zum Konzept „Steuerung zur Stärkung der schulischen Selbstverantwortung“ entnehmen Sie bitte den einzelnen Broschüren, die im Bereich Download als pdf-Dokumente zur Verfügung stehen.

  3. AZAV-Zulassung

    Das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) ist seit Juni 2014 nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) als Träger zugelassen. Die Trägerzulassung erfasst die HIBB-Zentrale als aufsichtführende Stelle und alle berufsbildenden Schulen in Hamburg. Hierfür wurde das vereinfachte Verfahren angewendet, d. h. die Prüfung der AZAV-Anforderungen erstreckte sich auf die aufsichtführende Stelle und eine Stichprobe an Schulen (Referenzauswahl). Durch Auditierung prüft die Fachkundige Stelle (FKS) mittels Dokumenteneinsicht und Vor-Ort-Kontrolle die grundsätzliche Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Trägers. Diese Aufgabe hat das HIBB an die Certqua GmbH in Bonn als FKS übertragen.Die Trägerzulassung ist die Voraussetzung für die Zulassung von Maßnahmen (Bildungsgängen). Die Maßnahmezulassung ermöglicht den berufsbildenden Schulen die Teilnahme an geförderten Maßnahmen (z. B. Bildungsgutscheinverfahren) der Arbeitsagenturen. Hierfür werden die Voraussetzungen nach
    SGB III in Verbindung mit der AZAV für die betreffenden Angebote der beruflichen Weiterbildung ge-prüft. Das HIBB bietet zurzeit AZAV-Maßnahmen in den Bereichen Altenpflege und Sozialpädagogik an.Weitere Informationen zur AZAV-Zulassung des HIBB finden Sie im Bereich Download als pfd-Datei.

  4. Schulinspektion

    Die Schulinspektion ist ein Tätigkeitsgebiet des Instituts für Bildungsmonitoring und Qualitätsentwicklung (IfBQ). Die Zielsetzungen sind Rückmeldungen zur Qualität der schulischen Arbeit und Impulse zur Schulentwicklung. Diese Form der externen Evaluation ergänzt die schulische Selbstevaluation und ermöglicht somit das Zusammenwirken von Selbst- und Fremdbild für einen systematischen Stand des ganzheitlichen QM.Die Grundlage der Schulinspektion ist der Orientierungsrahmen Schulqualität. Die Schulinspektion berücksichtigt neben dem Orientierungsrahmen die aktuellen Entwicklungen der Schulforschung und die Anforderungen der Schulpolitik.Die Schulinspektionsberichte der einzelnen Schulen können über die Internetseite des HIBB abgerufen werden (siehe Link-Sammlung).

  5. Unterstützungsangebote

    Die HIBB-Zentrale berät und unterstützt die berufsbildenden Schulen bei der Umsetzung der Steuerung zur Stärkung der schulischen Selbstverantwortung durch nachfolgende Angebote:

    – Austausch- und Informationsveranstaltungen für die berufsbildenden Schulen

    – Mustervorlagen für QM-Dokumente auf der Plattform für Wissensmanagement der Berufsbilden-den Schulen (WiBeS) (nur für einen autorisierten Personenkreis)

    – Evaluationsplattform – IQES-Online für interne Evaluationen an den Schulen

    – Fortbildungsangebote in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg (LI)