26.09.2017

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz weiht Berufliche Schule Energietechnik in Altona (BS 22) nach Sanierung ein.

Hamburg hat 31,3 Millionen Euro in die Zukunft investiert: Das historische Gebäude und die Sporthalle der Beruflichen Schule für Energietechnik (BS 22) in Altona wurden grundlegend saniert. Für rund 1.700 Schülerinnen und Schüler, die meisten davon in der beruflichen Ausbildung und Weiterbildung an Fachschulen im Bereich der Elektrotechnik, sowie für rund 70 Lehrkräfte sind moderne Unterrichtsräume für Theorie und Praxis entstanden. Einst im Sinne einer offenen, zukunftsorientierten Pädagogik als „Haus der Jugend“ im Bauhaus-Stil erbaut, ist der sogenannte Oelsnerbau in der Museumstraße heute Ausbildungsstätte für Fachkräfte einer digitalisierten Industriegesellschaft.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz gratulierte der Schule: „Eine moderne Gesellschaft braucht eine gute berufliche Bildung und die gehört mitten in unsere Gesellschaft. In dieser Tradition hat der Senat die Sanierung auf den Weg gebracht. Für sehr viele Berufswege ist die duale Ausbildung das Fundament. Aus der beruflichen Schule Energietechnik Altona kommen die Fachkräfte für drei große Herausforderungen der Industriegesellschaft: die nachhaltige Energieversorgung, die Digitalisierung der Gesellschaft und die Automatisierung der Produktion, Stichwort Industrie 4.0. Die Schule bietet nun Lernfeldräume mit modernen Standards und einer hervorragenden IT-Ausstattung.“

Die Sanierung der BS 22 ist Teil des umfangreichen Bauprogramms an den Hamburger berufsbildenden Schulen. Sie wurde im Rahmen der sogenannten „HIBB-Tranche“, einer öffentlich-privaten Partnerschaft, durch die HEOS Berufsschulen Hamburg GmbH realisiert. Sowohl innerhalb dieser HIBB-Tranche wie auch durch Schulbau Hamburg investiert der Senat allein von 2014 bis Ende 2017 rund 400 Millionen Euro in Neu- und Ersatzbauten sowie in die Sanierung der berufsbildenden Schulen - bis 2027 werden es insgesamt 720 Millionen Euro sein.

Mit Blick auf Moderne, Bildung und Fortschritt hat der Architekt und Altonaer Bausenator Gustav Oelsner das „Haus der Jugend“ in den 1920er Jahren entworfen. Seine Idee ist bis heute Programm. Innovativ und wegweisend ist das Wissen, das hier vermittelt wird. Die BS 22, vor mehr als 105 Jahren als Gewerbeschule 10 gegründet, bildet rund 1.370 Auszubildende zum Elektroniker in der Industrie und im Handwerk aus, unter anderem in den Bereichen Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik, Betriebstechnik oder Maschinen– und Antriebstechnik. Rund 240 Fachschülerinnen und -schüler nutzen nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung die berufliche Weiterbildung zur staatlich geprüften Technikerin bzw. zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Elektrotechnik mit den Schwerpunkten Energie-, Gebäude- und Automatisierungstechnik (vorbehaltlich der Schuljahresstatistik 2017). Weitere Bildungsangebote der Schule sind die Berufsqualifizierung für Elektroberufe, die Fachoberschule im Fachbereich Technik sowie die Ausbildungsvorbereitung für Migranten.

Durch die grundlegende Sanierung und den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes konnte das erforderliche Raumkonzept für alle Bildungsangebote umgesetzt werden. Hinter der traditionsreichen Fassade befinden sich jetzt auf 16.600 Quadratmetern moderne Fachräume, Lernfeld- und Klassenräume für handlungsorientiertes Lernen. Eine umfassende Energieversorgung an den Arbeitstischen der Schülerinnen und Schüler in sämtlichen Räumen mit zahlreichen Leitungen, Sicherungen und Steckdosen war eine der Herausforderungen in der Ausstattung. Zudem wurde das historische Erscheinungsbild der Fassade, an den Fenstern und im Innenhof wiederhergestellt. Durch Nutzung dieses Innenhofs entstand eine neue Kantine, als wichtiges Angebot für den schulischen Ganztag. Die 1.900 Quadratmeter große 3-Feldsporthalle steht ebenfalls wieder saniert zur Verfügung.

„Für eine optimale Ausstattung hat sich das Kollegium intensiv eingebracht und eng mit den Planern am Hamburger Institut für Berufliche Bildung sowie dem Auftragnehmer HEOS Berufsschulen GmbH zusammengearbeitet“, sagt Schulleiter Dr. Thomas Berben. Seine moderne Schule könne personell und fachlich auch in der Weiterbildung „zukünftige Leitungskräfte für innovative technische Berufe fit machen.“

Rückfragen der Medien

Hamburger Institut für Berufliche Bildung
Christine Gottlob
Telefon: (040) 428 63-2314
E-Mail: christine.gottlob@hibb.hamburg.de
Internet: www.hibb.hamburg.de

Pressestelle des Senats
Sandy Lüthje
Telefon: (040) 428 31-2155
E-Mail: sandyjessica.luethje@sk.hamburg.de