Produktionsschulen in Hamburg sind Einrichtungen der Ausbildungsvorbereitung. Produktionsschulen sind keine Schulen im Sinne des Hamburgischen Schulgesetzes, sondern Einrichtungen, die von Bildungsträgern in freier Trägerschaft betrieben werden.

An Hamburger Produktionsschulen werden Produkte und Dienstleistungen erbracht, die an reale Kunden verkauft werden. Das Arbeiten und Lernen in betriebsähnlichen Strukturen ermöglicht die Entwicklung und den Erwerb von grundlegenden beruflichen Kompetenzen, die für die Aufnahme einer Berufsausbildung oder einer Erwerbstätigkeit notwendig sind. Betriebliche Praktika gehören verbindlich zur Übergangsgestaltung an Produktionsschulen.

Die Jugendlichen erhalten individuelle Leistungsprämien (siehe Richtlinie zur Gewährung individueller Leistungsprämien in Produktionsschulen vom 24.01.2014). Diese werden zu dem Zweck gezahlt, die Motivation der Jugendlichen zu honorieren, anzuerkennen und somit zu befördern und dienen in dieser Zweckbestimmung als pädagogisches Instrument. Die individuellen Leistungsprämien werden leistungsabhängig gezahlt.

Zu weiterführenden Informationen siehe: „Grundzüge von Produktionsschulen in Hamburg“ vom 01.08.2013 sowie ichblickdurch.de und uebergangschuleberuf.de.


Zielgruppe

Schulpflichtige Jugendliche, die keine gesicherte Berufswahlentscheidung getroffen haben und von denen zu erwarten ist, dass sie die schulischen Angebote der Ausbildungsvorbereitung nicht annehmen werden.

Produktionsschulen stellen ein alternatives pädagogisches Konzept zur dualisierten Ausbildungsvorbereitung an berufsbildenden Schulen (AvDual) für schulpflichtige Jugendliche dar, die eine Stadtteilschule bzw. eine Bildungsabteilung der Regionalen Bildungs- und Beratungszentren (ehem. Förder- bzw. Sonderschulen) in der Regel nach neun bzw. zehn Schulbesuchsjahren verlassen haben.