Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen oder mit sonderpädagogischen Förderbedarf die Teilhabe im Gesamtsystem Übergang Schule-Beruf und somit am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dazu soll die Berufsorientierung an den Stadtteilschulen, die Ausbildungsvorbereitung an den Berufsschulen und den Produktionsschulen sowie die duale Ausbildung einschließlich der Möglichkeit zur beruflichen Qualifizierung an geeigneten Projektstandorten zu inklusiven Bildungsangeboten weiterentwickelt werden.


Ablauf des Projekts

Inklusion in der Berufsorientierung – Teilprojekt A

An 26 Stadtteilschulen entwickeln Inklusionsbeauftragte als Projektmitarbeiter vor Ort mit den beteiligten Kolleginnen und Kollegen die verbindlich eingeführte Berufs- und Studienorientierung unter inklusiven Aspekten zu schuleigenen Konzepten weiter. Die Inklusionsbeauftragten tauschen sich im Rahmen des Projektes in einem schulübergreifenden Team in allen Fragen des Übergangs Schule-Beruf für Menschen mit Behinderung aus und unterstützen sich gegenseitig. Die Teilprojektleitung moderiert dieses Team und sorgt für passgenaue Qualifizierungsangebote. Darüber hinaus gibt es ein Kooperationsgebot mit dem Netzwerk Berufliche Orientierung im Rahmen der Initiative Inklusion.

Inklusion in der Ausbildungs- und Berufsvorbereitung – Teilprojekt B

Zehn Modellstandorte der dualisierten Ausbildungsvorbereitung AvDual entwickeln bewährte und etablierte Strukturen zu einem inklusiven Bildungsangebot weiter, so dass die individuellen Bedarfe von Jugendlichen stets berücksichtigt sind und Übergänge optimal gestaltet werden können. Durch das Projekt finanzierte Arbeitsassistenten unterstützen die Jugendlichen mit Behinderungen, übernehmen Mentorenfunktion und begleiten die Jugendlichen in die Betriebe, um das Prinzip der Dualisierung für alle umzusetzen. Die Arbeitsassistenten stehen den Betrieben zur Beratung zur Verfügung und organisieren gemeinsam im AvDual-Team der Schulen den Übergang in Ausbildung oder Anschlussmaßnahmen. An zwei Produktionsschulen wird ebenfalls ein inklusives Angebot entwickelt und erprobt.

Inklusion in der dualen Ausbildung – Teilprojekt C

In der dualen Ausbildung werden Jugendliche an der Beruflichen Schule Eppendorf und der Staatlichen Gewerbeschule Werft und Hafen (G 7) in Kooperation mit Trägern inklusiv ausgebildet. Wenn zukünftig Teilhabe und Chancengerechtigkeit in allen Ausbildungsberufen selbstverständlich werden soll, ist es grundlegend notwendig, die damit verbundene Herausforderung der Individualisierung des Berufsschulunterrichts konzeptionell zu lösen und auf das Duale System als Ganzes zu übertragen. Auch in diesem Teilprojekt werden Arbeitsassistenten eingesetzt, die einen gelingenden Inklusionsprozess gewährleiten.


Laufzeit

1. Januar 2014 – 31. Juli 2017